Wie war das damals mit der Kuh?

Wenn ich so zurückdenke, fällt mir auf, dass dieses wundervolle Tier eigentlich den Startschuss für den Beginn meiner künstlerischen Laufbahn gab. Die kuhle Geschichte begann mit einem Pattern Making Kurs während meines Mode Design Studiums in Mailand. Unsere Aufgabe bestand darin, ein Muster zu kreieren, inspiriert durch die Werke des großartigen Pop-Art Künstlers Andy Warhol.

Woraus sollte ich mein Muster erstellen?
Auf der Suche nach Ideen, stieß ich auf Holzspielzeuge, die ich einmal geschenkt bekommen hatte. Darunter befanden sich ein Schwein, eine Gans, ein Pferd und eine Kuh – DIE KUH! Als ich sie sah, war es Liebe auf den ersten Blick. Aus ihr wurde kein Steak, sondern mein erster Linolschnitt aus einfachem Fußbodenlaminat. Nach der Abgabe meiner Designmappe tauchte das Motiv der Kuh jedoch erst einmal wieder unter, denn nachdem ich die Bachelor-Prüfung of Arts erfolgreich abgelegt hatte, zog ich von Mailand nach Treviglio und begann als Angestellte im Quality Management einer großen Automobilfirma zu arbeiten. Zugegeben, bis dato war ich noch kein bekennender Kuh-Liebhaber. Das sollte sich aber schnell ändern. Circa 2 Jahre vergingen, ohne dass ich viel zu Papier gebracht hatte. Eines Tages dann stand der Geburtstag meines Vaters vor der Tür, zu dem ich ihn unbedingt mit einem von mir gemalten Bild überraschen wollte. Auf der Suche nach einem geeigneten Motiv kam der Linolschnitt meiner Kuh wieder zum Vorschein. Was für eine Wiederentdeckung! Ich fing sofort an zu arbeiten. Ich zeichnete, schnitt und druckte, was das Zeug hielt! Was für ein Spaß!

Mit jedem weiteren KUHBild vertiefte ich mich in die Form des Tierkörpers, Linie für Linie folgte ich seinen Kurven und sah, dass aus dem realistischen Abbild des Tieres zunehmend ein Sinnbild durch Stilisierung entstand. Ich erlebte eine innere Revolution und verstand, dass ich dieses Motiv noch längst nicht erschöpfend bearbeitet hatte.

Meine erste Einzelausstellung trug folgerichtig den Titel „Cows & Co.“

Darüber hinaus druckte ich den süßen Wiederkäuer auf T-Shirts, nähte KUHKuscheltiere und fertigte für eine Einzelausstellung in Bologna hundert selbstgemachte KUHSchlüsselanhänger an. Meine KUHProdukte gefielen. Sie erfreuten sich eines großen Erfolges, weshalb ich die Marke „cowZ“ ins Leben rief. Bald gesellten sich die riesige Pouff-Kuh Yvonne und PeanutZ, das kleine Fantasie-Wesen, als Weggefährten hinzu.

Eines ist sicher, das letzte Muuh wurde hier noch nicht gesprochen!


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